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22.11.2016: Haben Sie eine Produktstrategie?

Stellen wir die Frage etwas um: Haben Sie eine Strategie für Ihr Produkt? Und weitere Fragen folgen: Wie sieht sie aus? Wer hat sie erstellt? Wer geprüft? Wer verabschiedet? Ist sie aktuell? Findet sie sich im Produkt wieder? Findet sie sich in der Roadmap wieder? Nicht wenige von Ihnen werden jetzt die Stirn runzeln und eingestehen, dass es da und dort Verbesserungspotenzial gibt.

Genug gefragt. Ab hier kommen Klärungen. Zunächst mal, was eine Produktstrategie ist: Eine Produktstrategie beinhaltet Leitlinien, die vorgeben, wie die strategischen Produktziele erreicht werden sollen. Das bedeutet, dass Sie strategische Ziele für Ihr Produkt benötigen sowie eine Marschroute zu diesen Zielen, die aus strategischen Aktionen gebildet wird.

Beispiel: Ein strategisches Produktziel könnte sein, dass Sie ein Produkt im chinesischen Markt platzieren wollen. Eine Leitlinie wäre dann, dass jenes Produkt für den chinesischen Markt angepasst werden muss. Eine Benutzeroberfläche in chinesischer Sprache oder Produktdokumentation in chinesischer Sprache sind davon abgeleitete Maßnahmen.

Das folgende Bild zeigt den Inhalt einer Produktstrategie:

Bild 1: Inhalt einer Produktstrategie

Es ist offensichtlich, dass das Erstellen einer Produktstrategie eine anspruchsvolle und komplexe Herausforderung darstellt. Zumal für das Produktstrategie-Dokument gilt – kurz und knackig, nur das Wesentliche und dieses auf den Punkt gebracht. Im Bizz-Talk, nicht im Tech-Talk.

Die Produktstrategie muss stimmig sein. Die strategischen Ziele stehen ganz oben. Daraus werden unter Berücksichtigung der Abhängigkeiten strategische Aktionen gesetzt. Den Zusammenhang und die Abhängigkeiten korrekt zu erkennen und zu bewerten, ist für sich schon ein Meisterstück. Die zu ergreifenden Maßnahmen so zu definieren, dass einerseits die Ziele erreicht werden können, andererseits die Besonderheiten des Unternehmens und des Marktes berücksichtigt werden, schaffen ein Meisterwerk.

Wenn die Herausforderung gut gelöst ist, gibt es reiche Belohnung:

  • Nachhaltigkeit: Eine gute Produktstrategie bewirkt, dass der Fokus der Entwicklungstätigkeit auf langfristiger Wertschaffung liegt und nicht auf kurzfristiger Problemlösung und Aktionismus.
  • Kundenloyalität: Durch die Kontinuität bei der Weiterentwicklung erhält das Produkt eine eigene, unverwechselbare Note, ein „Image“. Kunden gewinnen Vertrauen in das Produkt und in das Unternehmen. Das spricht sich herum, steigert die Umsätze und sorgt für loyale Kunden.
  • Erfolg: Das Produkt besteht im Wettbewerb durch Einzigartigkeit. Dadurch können hohe Margen erreicht und Preiskämpfe vermieden werden.
  • Begeisterung: Entwicklungsteams und jeder einzelne Entwickler benötigen Orientierung und Lenkung durch überzeugende Zielsetzungen. Es muss klar sein, wo die Reise hingeht. So erzeugen Sie positive Energie und schaffen Teamgeist, hohe Motivation und vollen Einsatz.

Gut, dass es Produktmanager gibt. Denn diese sind für die Produktstrategie verantwortlich. Und gut, dass es diesen Blog gibt. Denn dieser sollte Sie nun sensibilisiert haben, eine Produktstrategie in Angriff zu nehmen. Und noch einmal gut, dass es RealSkills gibt. Denn RealSkills unterstützt Sie auf dem Weg zu einer Produktstrategie, die mit Ihrem unternehmerischen Anspruch im Einklang steht. Anmerkung: Mehr Bescheidenheit meinerseits verspreche ich ab dem nächsten Blog :)

Selbstverständlich freue ich mich über Ihr Feedback - ressenig@realskills.de

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